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Teilprojekt 6 RUB

Tunnelklimatologie

Ziel dieses Teilprojektes „Tunnelklimatologie ist es, exakte und zuverlässige Informationen über die gegenwärtige und zu erwartenden Strömungs- und Ausbreitungsbedingungen innerhalb eines U-Bahnsystems (Stationen und Tunnel) zu ermitteln. Weitreichende Kenntnisse hierüber sind unabdingbar für eine zeitgleiche Analyse der Ausbreitung von luftgetragenen Giftstoffen (Gase, Stäube; Nebel) im Rahmen eines Terroranschlags und Grundvoraussetzung für alle Aktivitäten der Einsatz- und Rettungskräfte.

teilprojekt 6 rub diagramm

Wissenschaftliche und/oder technische Arbeitsziele des Vorhabens

Das Teilprojekt „Tunnelklimatologie“ liefert die Datengrundlagen für das Gesamtprojekt. Ausgangspunkt sind die durch bisherige Untersuchungen gewonnen Erkenntnisse über das systemspezifische Strömungsgeschehen, das sich in jedem U-Bahnsystem unabhängig vom Verkehrsgeschehen ausbildet und das im Falle freigesetzter Schadgase deren Verbreitung steuert. Basierend auf Untersuchungen der letzten Jahre, soll das erworbene Wissen im Gesamtprojekt anwendungsorientiert eingesetzt werden. Hierzu gehören:

  • Der Aufbau eines optimalen Messsystems zur Erfassung der aktuellen Strömungsbedingungen.
  • Die Entwicklung eines „Klimamodells“ zur kurzfristigen Prognose der Stabilität der aktuellen Strömungs- und Ausbreitungsbedingungen sowie zur Ausweisung von Gefahrenbereichen.

Die durch das Teilprojekt „Tunnelklimatologie“ bereitgestellten strömungsklimatischen Grundlagen werden die Basis für die aktuelle sowie die prognostizierte Lagefeststellung der Rauch-/Giftgasausbreitung schaffen, aus der die Vorgehensweise bei der Selbstrettung, die Einsatzplanung der Rettungskräfte, die Verkehrssteuerung durch den Betreiber etc. abgeleitet werden können. Die durch das Teilprojekt zur Verfügung gestellten Grundlagendaten werden in Zusammenarbeit mit den übrigen Teilprojekten so weiterverarbeitet, dass sie den Adressaten (Betreiber, Einsatzkräfte …) in geeigneter Weise zur Verfügung gestellt werden können.

Darüber hinaus liefert das Teilprojekt:

  • Informationen über die notwendige Anzahl und die sinnvolle Positionierung der Sensoren zur Detektion von CBNRE-Gefahrenstoffen.
  • Erkenntnisse zur Beeinflussung bzw. Minimierung der Gefährdungssituation durch eine geeignete Systemarchitektur bzw. bauliche Maßnahmen.

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