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Szenario für Rettungskräfte

Der Rettungsdienst vor Ort stellt sich auf die Behandlung multipler Verletzungen ein. Da die Wirkung auf den menschlichen Organismus selbst in den groben Kategorien chemischer, biologischer, nuklearer oder explosiver Einflüsse völlig unterschiedlich sein kann ist die erste Maßnahme des leitenden Notarztes (LNA) in einer solchen Krisensituation die Analyse des Krankheitsbilds. Um überhaupt weitere Maßnahmen einleiten zu können muss eine Diagnose der Verletzung vorliegen. Liegt sie vor wird versucht, möglichst umgehend genügend Medikamente zur Behandlung beizubringen, bei Bedarf das geeignete Vorgehen zur Dekontamination auszuwählen und die nachgelagerte Logistik zur Unterbringung in umliegende Krankenhäuser zu planen. 
Im ungünstigen Fall verstreicht wertvolle Zeit, da vor der Diagnose zuerst die Rettung durch die Feuerwehr erfolgen muss. Wäre neben Art der Notlage bei Freisetzung einer biologischen oder chemischen Substanz frühzeitig der Stoff bekannt oder könnten bestimmte Stoffe ausgeschlossen werden, würden durch sofortige, richtige Behandlung Menschenleben gerettet. Gleichzeitig bergen eine Vielzahl der möglichen CBNRE-Agenzien Gefahren für die Einsatzkräfte, die aus Alltagseinsätzen nicht abgeleitet werden können und ohne gesicherte Stoffanalyse auch nicht direkt aus den vorgefundenen Krankheitsbildern erkennbar sind.

Hierdurch werden gerade die in der Anfangsphase eingesetzten Kräfte des Rettungsdienstes massiv selbst gefährdet.

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