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Feuerwehr

Natürlich kommen bereits heute Sicherheitsmaßnahmen zur Anwendung, die die Anzahl an Betroffenen in einem Szenario zu reduzieren helfen. Die zu ergreifenden Maßnahmen sind stark abhängig von lokalen Gegebenheiten. Daher erarbeitet die jeweilige regionale Akteursgemeinschaft eine gemeinsame und daraus abgeleitet eine eigene Strategie, um einem Ernstfall effektiv zu begegnen.
Obwohl die Bekämpfungsstrategien regional differieren, reagieren viele Feuerwehren auf einen CBNRE-Angriff oder einen Brand in der U-Bahn auf makroskopischer Ebene (Tunnelsystem) mit der „Umfassungs-Taktik“ und auf mikroskopischer Ebene (innerhalb eines betroffenen Bahnhofs) mit der „Stoßtrupp-Taktik“.

Auf Grund der Komplexität der unterirdischen Verkehrsanlagen werden bei entsprechenden Ereignissen initial eine große Anzahl an Einsatzkräften entsendet. Da die Zugänglichkeit in der Anfangsphase auf Grund der unbekannten örtlichen Gegebenheiten und der Unkenntnis über Schadensausmaß und Ausbreitungsrichtung nur schwer ermittelt werden kann, fahren die Einsatzkräfte neben dem eigentlichen Ereignisbahnhof gleichzeitig alle benachbarten Anlagenteile an.

Auf diese Weise kann im Ersteinsatz auf alle denkbaren Szenarien reagiert werden. Diese Vorgehensweise erfordert einen überproportional hohen Kräfteinsatz. Derzeit fehlt ein geeignetes Analyse- und Vorhersagetool, das ein effizienteres Kräftemanagement bei Einsätzen in unterirdischen Verkehrsanlagen ermöglicht. Stände ein solches zur Verfügung, bewegten sich nicht einige Einsatzkräfte zu ungefährdeten Bahnhöfen, sondern trügen zur Gefahrenabwehr und –eindämmung bei.

Die Aufgabe der direkt am Ereignisort eingesetzten Stoßtruppeinheiten ist die schnelle Ursachenbekämpfung direkt am Ausgangsherd. Je eher Eindämmungsmaßnahmen ergriffen werden können, desto geringer ist die Wirkung. Daher sieht die Stoßtrupp-Taktik vor, so schnell wie möglich zum Ausgangsherd vorzudringen und im Rahmen der technischen Möglichkeiten sofort Eindämmungs und Einschließungsmaßnahmen einzuleiten. Während diese Taktik im Falle von Brandeinsätzen in unterirdischen Verkehrsanlagen gut funktioniert, stößt sie bei Einsätzen mit CBNRE´s schnell an ihre Grenzen. Da derzeit insbesondere die beteiligten Stoffe unmittelbar nach dem Eintreffen der Feuerwehr am Einsatzort noch nicht bekannt sind, laufen die Einsatzkräfte in der ersten Einsatzphase Gefahr, mit unzureichender Schutzausrüstung in den Gefahrenbereich zu laufen. Wäre schon beim Ausrücken durch Stoffdetektion bekannt, ob und welche Gesundheitsgefahr für nicht durch Spezialanzüge geschützte Rettungskräfte besteht, würde die Effizienz der angewandten Taktik deutlich erhöht und das Risiko für das Leben der Rettungskräfte bei einem CBNRE-Angriff reduziert.

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