Die Universität der Informationsgesellschaft
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Ausgangssituation

Bei der Gefahrenabwehr in der U-Bahn gilt der eingeschränkte Zugang zum Einsatzort als größtes Hindernis für Rettungsoperationen. Heutzutage kann aber keine Aussage zu nutzbaren, nicht kontaminierten Rettungswegen bzw. nicht in Mitleidenschaft gezogenen Nachbarbahnhöfen getroffen werden.

Um diese Situation zu verbessern und um die Anzahl von betroffenen Personen zu reduzieren, benötigen Rettungskräfte und Betreiberorganisationen exakte und zuverlässige Informationen über die gegenwärtige und bevorstehende Lage. Die Verteilung von Informationen und die Abstimmung organisatorischer und logistischer Abläufe auch gerade über Organisationsgrenzen hinweg ist eine Herausforderung der sich ein einzurichtender Krisenstab unter Führung der Feuerwehr stellt.

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1 Freisetzung eines Stoffes
2 Detektion
3 Ausbreitungsrechnung
4 Entscheidungen auf Basis verlässlicher Daten
5 Ergreifen/ Umsetzen von Maßnahmen zur Abwehr

 

 


Ziele

Das OrGaMIR-Projekt wird neue Methoden der Informationsbereitstellung entwickeln, um effizientere Rettungsoperationen zu ermöglichen. Das Hauptziel dieses Projekts ist die Beurteilung der vorherrschenden und der voraussichtlichen Kontamination des U-Bahn Systems mit gefährlichen Stoffen durch Ausbreitungsberechnung und zielgerichtete Verteilung verdichteter Informationen an alle beteiligten Organisationen.

Aus der Kenntnis des Ausbreitungsverhaltens lassen sich Anweisungen und Hinweise für Passagiere, Rettungskräfte und Betreiberorganisationen ableiten. In diesem Forschungsvorhaben wird anhand dieses innovativen Ansatzes eine prototypische Realisierung erfolgen. Im Notfall leitet das OrGaMIR-System während der Selbstrettungsphase die Fahrgäste zu sicheren nicht kontaminierten Ausgängen, z.B. durch Durchsagen und optische Signale.

Durch Visualisieren der vorherrschenden und voraussichtlichen Ausbreitung innerhalb eines 3-D Modells des Tunnelsystems unterstützt das System die Rettungsoperationen.

Darüber hinaus werden automatisch taktische Ratschläge für effiziente Vorgehensweise für ein Evakuieren eines Verkehrsnetzes bzw. des betroffenen Teils auf der Grundlage der gegenwärtigen und vorausgesagten Situationsanalyse gegeben.

Die Verantwortlichen der Betreibergesellschaft erhalten Anweisungen um den Verkehr optimal an die vorherrschende Notsituation anzupassen, um die Anzahl der betroffenen Personen möglichst gering zu gehalten und den Betrieb weitgehend möglich aufrechterhalten zu können.

Des Weiteren fließen die Ergebnisse der durchzuführenden tunnelklimatischen Untersuchungen in die Optimierung bestehender U-Bahnhof Architekturen und die Verbesserung der Sicherheit neuer U-Bahnhöfe ein. Ein zukünftig zu erwartenden Schaden kann vermindert oder sogar vermieden werden.

Die Entwicklung des Systems wird begleitet durch das konsequente Einbeziehen psychologischer Aspekte wie z.B. das Folgen von Handlungsanweisungen unter Furcht- und Angstzuständen während der Selbstrettungsphase, Vermeidung von Massenpanik und Entscheidungsfindung in Stresssituationen.

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